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Reha-Aufenthalt in Valens 2021

Impressionen aus fünf Wochen "Trainingslager" mit vielen Bildern, Videos und der «Jerusalema-Challenge» des Rehazentrums Valens und der Klinik Bad Ragaz.


Bilder-Galerie

Nr. 1: Der Calanda bei wunderschönem Wetter! Ein seltener Anblick! Dieses Jahr hat es sehr viel geregnet und oft Nebel gehabt. Das fühlt sich in Valens an, als würde einem der Himmel auf den Kopf fallen. 😉

Nr. 2: Ein Tag mit richtig viel Training, an dem ich gute Fortschritte erzielte.

Nr. 3: Auch diesmal habe ich in der Ergotherapie gebacken. Voilà, meine Rüebli-Muffins!

Nr. 4: Schrittfolgen für die Koordinationsleiter. Das ist ein Trainingsgerät, welches auf den Boden gelegt wird und wie eine Leiter aussieht. Damit können verschiedene Fähigkeiten wie Schnelligkeit, Sprungkraft oder Koordination trainiert werden. Die Übung "Helicopter" zeige ich in meinem Video.

Nr. 5: Gemüseteller mit Omelette - mein Essen jeden Sonntagabend

Nr. 6: Neue Spiele auf dem C-Mill-Laufband. Hier bin ich gerade auf Schatzsuche. 😊


Am Tag nach der zweiten Corona-Impfung bemerkte ich eine grosse Schwäche im rechten Bein. Meinen Oberschenkel (Hüftbeuger) konnte ich kaum anheben und das Knie nicht mehr beugen. Die Hüft- / Rumpfstabilität versagte und den Beckenboden konnte ich nicht mehr ansteuern. Die Ärzte in Valens sagten mir, ich hatte ein «Uthoff-Phänomen» erlitten. Das ist ein sogenannter Pseudo-Schub bei Hitze und dies obwohl ich nach der Impfung kein Fieber hatte. Es handle sich um eine vorübergehende Verschlechterung. Allerdings müsse ich mir die Muskeln und die Fähigkeit, die einzelnen Bereiche zu koordinieren, wieder neu erarbeiten. Ich wusste, es würden schwierige Wochen auf mich warten. Ich entschied mich für sehr intensive Therapien wie Rumpftraining und Laufband mehrmals die Woche. Ich nahm auch an zwei Studien teil. Bei der einen, fuhr ich 3x wöchentlich 30 Minuten auf dem Ergometer (Velo) bei moderater Belastung. Jedes Training brachte mich an meine körperliche Grenze. Ich erzielte dadurch Fortschritte, war aber auch oft erschöpft. Der Weg zurück ins Zimmer (über 100 Meter) wurde nach jeder Therapie gefühlt länger. Zudem bekam ich eine Blasenentzündung, welche mit Antibiotika behandelt wurden musste. Ein kleiner Schnupfen sorgte dafür, dass meine Zimmernachbarin und ich einen Tag lang in Isolation sassen. 😉 Zum Glück waren wir beide Corona negativ. Das alles führte dazu, dass meine Eintritts-und Austrittsmessungen quasi gleichblieben. Ich konnte im 6 Minuten-Gehtest um die 300 Meter mit Stöcken gehen. Das Treppensteigen fällt mir leichter und ich habe mehr Kraft und Ausdauer. Meine Gehfähigkeit hat sich verbessert und manchmal kann ich ohne Gehhilfe auf kurzer Strecke harmonisch gehen. Es ist sehr Tagesform abhängig! Ein grosses Ziel habe ich erreicht. Ich kann meinen Myosuit (Hightech-Anzug) nun selbständig anziehen.

Fazit: Ich habe sicherlich in der Reha Fortschritte erzielt. Derzeit kann ich nicht sagen, wie stark ich davon im Alltag profitieren werde. Momentan schlage ich mich immer noch mit einer Blasenentzündung rum und bin rasch erschöpft. Positiv werden mir viele tolle Bekanntschaften in Erinnerung bleiben. Ich habe liebgewonnene Menschen wieder getroffen und neue Leute kennen gelernt. Besonders meine Zimmernachbarinnen haben sehr viel Freude in meinen Klinik-Alltag gebracht. Dafür bin ich dankbar!






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