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Neuste Entwicklungen zu geplanter Trigeminus-Operation

Aktualisiert: 3. Juli





Das wichtigste zuerst: Ich bin bisher nicht operiert worden, aber dafür bin ich mit der Ambulanz gefahren! Seit meinem letzten Blog ereigneten sich so viele gesundheitliche und organisatorische Hindernissee, dass ich mir manchmal wie in einem schlechten Arztroman (einfach ohne Romanze 😉) vorkomme!


Ich beginne meinen Bericht zu meiner Trigeminus-Neuralgie mit der Rückkehr aus der Reha.

16.05. Ich melde ich mich sofort in der Neurochirurgie des Inselspitals Bern. Prof. Pollo ist der Meinung, dass ich umgehend operiert (Ballonkompression) werden muss. Die Schmerzattacken im rechten Kiefer werden länger und stärker. Ich gehe wieder am Rollator! Die Situation strengt mich sehr an. Ich bin körperlich und emotional erschöpft.

23.05. Ich erhalte einen Operationstermin für den 16. Juni. Nochmals drei Wochen warten? Ich bin entsetzt! Auf telefonische Nachfrage wird mir gesagt, es werde mit dem Dienstarzt geschaut, ob ein früheres Datum möglich sei.

25.05. Meine Neurologin hackt nach und kontaktiert den zuständigen Arzt.

30.05. Die Tage vergehen und ich höre nichts.

01.06. Erneut wird meine Neurologin aktiv und klärt ab, ob ich im Lindenhof-Spital bei einem anderen Trigeminus-Spezialisten zeitnah operiert werden könnte. Auch dieser Versuch scheitert.

02.06. Ich verbringe den Tag im Inselspital-Notfall. Sie sehen die Dringlichkeit einer Operation und planen mich für den 07. Juni ein. Meine Schmerzen sind aushaltbar und deshalb verbringe ich Pfingsten auf Anraten der Oberärztin zu Hause.

05.06. Mein Hals kratzt. Das darf nicht wahr sein!

06.06. Ich huste sehr stark, habe Mühe zu atmen und Fieber. Es ist Pfingstmontag und sehr schwierig im Spital einen Arzt zu erreichen. Im Verlaufe des Nachmittags telefoniere ich mit dem Stationsarzt der Neurochirurgie. Er spricht aus, was ich schon geahnt habe. Die Operation von morgen wird abgesagt. Ich solle mich für einen neuen Termin melden, wenn es mir besser gehe.

07.06. Die Hausärztin checkt mich durch. Sie hört ein Rasseln auf der Lunge und der Infekt ist so stark, dass ich zu wenig Blut und weisse Blutkörperchen habe. Ich werde die nächsten zwei Wochen Cortison inhalieren müssen. Durch den Husten «verschwinden» meine Gesichtsschmerzen und ich setze die Medikamente ab. Meine Ärzte haben keine Erklärung dafür.

09.06. Der PCR-Test ist Corona negativ und die Blutwerte erholen sich. Der Verdacht auf Lungenentzündung kann ausgeschlossen werden.

16.06. Ein Corona-Bluttest zeigt einen Antikörperwert von über 2'500 U/mL (Referenz < 700) an, was dafürspricht, dass ich eine heftige Covid-Erkrankung durchgemacht habe.

18.06. Ich fühle mich langsam besser und mache meinen ersten Ausflug mit meinem neuen Ruf-Scooter. Obwohl ich unsicher und schwach bin, geniesse ich die Abwechslung und das Gefühl von Freiheit sehr!

29.06. Meine Trigeminus-Neuralgie meldet sich leicht zurück. Die Naturheilärztin spritzt mir vorsorglich Bienengift in die Wange, um den Nerv zu beruhigen.

01.07. Es ist der Tag vor unseren Ferien. Meine Eltern und ich fiebern seit Monaten der Flussschiffsreise nach Flandern – Holland – Friesland entgegen. Am Vormittag plagt mich eine kleine Schmerzattacke. Ich schreibe das meinem «Reise-Vorfreude-Stress» zu. Abends im Bett treffen mich die Nervenschmerzen mit voller Wucht. Die Attacke dauert 90 Minuten. Mein Vater ruft die Ambulanz. Ich bekomme sofort eine Infusion und mehrmals Morphium. Das überlastete Inselspital lehnt mich ab und darum werde ich ins Lindenhofspital gebracht. Dort werde ich weiter mit Schmerzmitteln versorgt und danach morgens um 4 Uhr nach Hause geschickt. Wir sind übermüdet und frustriert. Unsere Ferienpläne lösen sich gerade in Luft auf. Es ist ernüchternd! Morgen rufe ich in der Neurochirurgie an und hoffe, rasch einen Operationstermin zu erhalten.

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