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Viel Grünzeug und bunte Socken


Was haben eine Ayurveda-Entgiftungskur und Marie Kondo, die weltweit bekannte Aufräumexpertin aus Japan, gemeinsam? Eigentlich nichts. Doch beides soll mir helfen, mein Ziel bis Herbst 2021 zu erreichen: Selbständig Wohnen!

In den letzten 3 Monaten ist mir viel durch den Kopf gegangen. Dass ich regelmässig zur Physiotherapie gehe und auch zu Hause meinen Trainingsplan einhalte, ist bekannt. Aber reicht das?

Die Professorin, welche mich wegen meiner Wechseljahrbeschwerden betreut, hat mir ein Buch* empfohlen, dass sich mit modernem Ayurveda beschäftigt. Geschrieben hat das Werk eine Inderin, die seit ihrer Teenagerzeit in den USA lebt und als Neurologin arbeitet. Viele ihrer Patienten leiden an MS oder Parkinson und haben mit Verdauungsstörungen zu kämpfen. Ihr schulmedizinisches westliches Wissen in Kombination mit der ältesten Heilkunde der Welt hat mich neugierig gemacht.

Also habe ich mich entschlossen, das im Buch beschriebene Stoffwechsel-Powerprogramm auszuprobieren. Es besteht aus 4 Phasen, die zur Entgiftung des Darms dienen. Ich bleibe bei jeder Phase ca. 3 Wochen lang. Das Programm dauert insgesamt 3 Monate, wovon ich 2 Monate bereits hinter mir habe. Die Kur ist hart. Jeden 2. Tag gibt es einen speziellen Tee, dann 3 Mal pro Woche einen Saft und 3x Suppe aus Knochenbrühe mit viel grünem Gemüse und pflanzlichen Mitteln zur Unterstützung etc. Vieles davon ist nicht unbedingt lecker. Ich habe manchmal Nebenwirkungen wie Müdigkeit, lebhafte Träume, Bauchschmerzen und Übelkeit. Zudem ist der Aufwand gross. Ohne die Hilfe meiner Eltern wäre das Programm für mich nicht zu schaffen. Warum ich mir das antue? Weil ich mir erhoffe, am Ende einen gesunden Darm und mehr Energie zu haben. Meine Darm-Medikamente konnte ich schon absetzen. Im September werde ich für 2 Wochen nach Seelisberg in das Maharishi Ayurveda Gesundheitszentrum gehen. Die Behandlungen dort bilden den Abschluss meiner Entgiftungskur und ich werde mich danach entscheiden, ob ich meine Ernährung umstelle. Vor allem Gluten (Getreidearten wie Weizen oder Roggen) und raffinierten (weissen) Zucker müsste ich von meinem Speiseplan streichen (stark reduzieren), weil sie im Körper entzündungsfördernd wirken. Für mich ist entscheidend, dass sich die Mahlzeiten schnell und unkompliziert zubereiten lassen und ich immer noch Freude am Essen habe. Ich werde sehen, ob mir das gelingt. 😉

Seit der Stammzelltransplantation hat sich der Blick auf meinen materiellen Besitz verändert. Viele Dinge sind mir nicht mehr so wichtig, auch weil ich sie kaum mehr benutze. 1. Beispiel: meine Handtaschen! Ich liebe sie! Doch ich bin meistens mit Rucksack unterwegs, weil ich an Stöcken gehe. 2. Beispiel: meine Backutensilien! Früher bin ich tagelang in der Küche gestanden und habe gebacken. Das ist heute undenkbar. Darum ist mir klar geworden - weniger ist mehr! Vor meinem Auszug wird kräftig aussortiert. Bei meinem Vorhaben bin ich auf Marie Kondo und ihre KonMari-Methode gestossen. Diese besagt, dass alle Dinge, die man besitzt, Freude bereiten sollen. Das ist ein schöner Grundsatz. Es macht mir viel Spass Ordnung zu schaffen und dabei Gutes zu tun! Die CD-Sammlung ist digitalisiert und in der Brockenstube für einen guten Zweck abgegeben. Das ist erst der Anfang.

Weiter hat Marie Kondo eine spezielle platzsparende Falttechnik erfunden. Doch für mich geht es um mehr, als Socken in Regenbogenfarben zusammenzulegen. Ich möchte in Zukunft ein effizientes Ordnungssystem haben, welches mir meinen Alltag erleichtert. Jeder Gegenstand soll seinen festen Platz in der Wohnung bekommen. Zudem soll alles in den Schränken verstaut werden. Ich wünsche mir freie Arbeitsflächen, welche rasch geputzt sind und Böden ohne Stolperfallen.

*»Wie neu geboren durch modernes Ayurveda» von Kulreet Chaudhary (keine bezahlte Werbung!)

Hippotherapie im Sommer 😎, ein Tag in Thun und Socken nach Marie Kondo gefaltet.

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